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Thema "Bhutan-Bruttonationalglück"

Erstellt: 01.04.09, 14:13 Uhr von ullicommunity

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Foto von ullicommunity

ullicomm.. Level 5

Beiträge: 1937

Bruttonationalglück


Das Wort ‚Bruttonationalglück’ wurde vom ehemaligen Herrscher Bhutans, Jigme Singye Wangchuck, geprägt.
Es ist der “…buddhistische Weg zum Fortschritt…“. Dabei verzichtet man auf den massiven Raub der Ressourcen des Landes. Neben radikalem Umweltschutz stehen der Respekt vor Kultur und Religion, gute politische Verwaltung und wirtschaftliches Wohlergehen im Vordergrund.

Gute Vorsetze, aber sind sie selbst in einem stark Religösen land durchsetzbar?
Könntet ihr euch vorstellen, dass das Bruttonationalglück die allgemeine Lebenssituation verbessert?

Viele Grüße
Ulli

Geschrieben: 01.04.09, 14:13 Uhr

Foto von snowfreak

snowfreak Level 2

Beiträge: 484

Also ganz ehrlich,die Vorstellung ist wirklich schön , aber ich glaube nicht, dass es so einfach funktioniert.
Wer so lebt, verschließt die Augen vor Problemen und flüchtet in eine Traumwelt.
Was wäre wenn wir alle nur noch von Luft, Nächstenliebe und Toleranz  leben würden? Das kann einfach nicht funktionieren!


Geschrieben: 09.04.09, 16:45 Uhr

Foto von eroika

eroika Level 1

Beiträge: 1

Bruttonationalglück

Warum sollte es denn einfach sein? Es ist doch vielmehr eine Frage, worauf wir unsere Anstrengungen richten! Nachdem Kommunismus und Kapitalismus trotz großer allgemeiner Anstrengung offensichtlich gescheitert sind, bin ich der Meinung, dass es sicher der Mühe wert ist, sich um Glück zu bemühen!!!!!! Glück hat auch nichts mit Religion zu tun und glücklich sein kann ich auch, wenn ich weiß, dass es große Herausforderungen zu bewältigen gibt.
Ich war übrigens in Bhutan und habe es als ein wunderschönes, sehr bewußt lebendes Land erlebt. Der König hat gut getan, sein Land behutsam zu öffnen und keinen Raubbau an der Landschaft und den Bodenschätzen zuzulassen. Und warum sollte er sein Land von Horden von Turisten überschwemmen lassen? Wohin das führt, sieht man ja zur Genüge in Europa! Ballermann und Geiz ist geil hat dort absolut nichts verloren, dort geht es um ganz andere Werte! Er investiert in Wasserkraft, Solarenergie und nachhaltige Nutzung von vorhandenen Ressourcen, ist also kein Hinterwäldler und religiöser Träumer!
Es ist doch wunderbar, wenn ein Land sich um Glück für seine Bewohner bemüht! Sollte uns das nicht zu denken geben?
Liebe Grüße
Eroika

Geschrieben: 10.04.09, 21:23 Uhr

Foto von anemone

anemone Level 6

Beiträge: 1313

Bhutan

Das hört sich ganz interessant an!
Es ist nur dort eine andere Welt, nicht so materialistisch eingestellt wie unsere!
Ich war zwar nicht in Bhutan aber sonst viel unterwegs in Asien- es ist eine andere Welt! Dort sind die Menschen mit wenig  materiellen Werte zufrieden, sogar manchmal glücklich, bei uns sind die Menschen bei wesentlich mehr materiellen Werte unzufriden und, relativ selten glücklich!
Es stimmt, man kann nicht von Luft und Liebe leben aber, Nächsteniebe und Toleranz führen dazu dass man sich nicht mehr einbildet alles haben zu müssen(auf jeden Fall mehr als der anderer, weil sonst, ist man-frau  nicht wertvoll genug!)

Geschrieben: 11.04.09, 19:12 Uhr

Foto von jule2202

jule2202 Level 2

Beiträge: 372

Demokratie und Religion?

Hallo Ulli,

soweit ich weiß, hat der König in Bhutan garnicht mehr soviel Macht. Seit letztem Jahr ist die Bildung politischer Parteien erlaubt und der neue jüngere König Jigme Khesar Namgyel Wangchuk will nach und nach die Demokratie einführen.

Die Frage ist eben nur, ob das in einem so stark von Royalismus und Religion geprägten Land so eine einfache Sache wird. Schließlich ist das Land lange Zeit autokratisch regiert worden. Ob die Zugeständnisse der Königsfamilie hinsichtlich der Einführung einer Demokratie ernst gemeint sind, wird sich erst noch zeigen.

Den Ansatz des "sanften Tourismus" finde ich eigentlich sehr gut. Man sieht ja, zu welchem Massentourismus die Besteigung diverser Gipfel im Himalaya geworden ist und wieviele Menschen dabei umkommen. Statt eine Geldpauschale von ausländischen Touristen zu fordern, könnte das Land aber auch eine Obergrenze an Touristen pro Monat einführen.

Grüße, Jule.

Geschrieben: 17.04.09, 10:43 Uhr

Foto von clementin

clementin Level 2

Beiträge: 985

Ich denke, wenn man mit diesem Bruttosozialglück aufwächst, es so vorgelebt bekommt und es-ohne zu hinterfragen- so an seine Kinder weitergibt, kann das schon funktionieren. Allerdings sollte man dann nicht über die landesgrenzen hinaus schauen und sehen, wie es in anderen Ländern zugeht.

Allgemein habe ich gegen das Bruttosozialglück einzuwenden, im gegenteil. Ich wäre froh wenn man nur kleine Ansatzpunkte in unserem alltäglcihen Leben verwirklichen könnte.

xXx Clem

Geschrieben: 17.04.09, 17:31 Uhr

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