Kein Geld für Kopenhagen
Die Regierung der Malediven hat überraschend bekanntgegeben, dass sie kein Geld hat, um die Reise ihrer Delegation nach Kopenhagen zu finanzieren. Das Haushaltsdefizit der Malediven sei noch nie so hoch gewesen wie jetzt. Das Geld, das vorhanden ist, fließt in einen Fonds, der Landkauf in Indien oder Australien ermöglichen soll; außerdem in den Bau einer Windkraftanlage, die die Hälfte des Strombedarfs decken wird; und in den Ausbau einer künstlich erhöhten "Rettungsinsel", auf der im Ernstfall 1/4 der Bevölkerung unterkommen kann.
Nach den Aufsehen erregenden Aktionen des Präsidenten Nasheed in der Vergangenheit war ich richtig erschrocken über die Absage zur Klimakonferenz. Wer, wenn nicht die kleinen Inselstaaten selbst, die als erstes vom Klimawandel bedroht sein werden, soll ihren Forderungen nach geringerem weltweiten CO2-Ausstoß Nachdruck verleihen?
Viele Grüße,
Ulli.
Geschrieben: 02.12.09, 15:01 Uhr
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