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Reisen
11.10.2013
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Studie: Verluste durch Schwarzfahrer

In Zeiten des Klimawandels und stetig steigender Kraftstoffpreise erfreut sich der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) immer größerer Beliebtheit und doch ist es in den meisten Städten ein Verlustgeschäft. Ein Grund dafür könnte die hohe Schwarzfahrerquote sein, wie in einer aktuellen Studie des Reisebuchungsportals Reisen.de ermittelt wurde.

Touristen ehrlicher als Einheimische
Eines der überraschendsten Ergebnisse der Studie, bei welcher die Schwarzfahrten von 80 Städten in ganz Deutschland mithilfe der zuständigen Polizeibehörden für das Jahr 2012 ermittelt wurden, ist die Tatsache, dass Einheimische den überwiegenden Teil der Schwarzfahrer ausmachen. Lediglich 38 Prozent der erwischten Schwarzfahrer sind Touristen. Dabei gibt es gerade für Vielfahrer, was auf einen Großteil der einheimischen ÖPNV-Nutzer zutreffen wird, vergünstigte Angebote in Form von Monats- oder Jahreskarten.

Keine Korrelation zur Größe der Stadt
Mit 1.756 Schwarzfahrten je 100.000 Einwohner ist die Ruhrpott-Metropole Dortmund der Spitzenreiter unter den Schwarzfahr-Hochburgen. Dies entspricht etwa dem dreifachen des Durchschnittswertes der 80 untersuchten Städte. Hingegen hat die nur etwa 60 Kilometer entfernt liegende Stadt Moers mit 55 Schwarzfahrten je 100.000 Einwohner die bundesweit ehrlichsten Fahrgäste. Allgemein lässt sich jedoch nicht sagen, dass in größeren Städten auch automatisch die Fahrgäste unehrlicher sind. So liegt beispielsweise auch Berlin mit 255 Schwarzfahrten je 100.000 Einwohner im oberen Drittel der Statistik.

Schwarzfahrten steigen bundesweit
In ganz Deutschland wurden im Jahr 2012 253.312 Schwarzfahrten angezeigt. Dies entspricht einer Quote von 317 Schwarzfahrten je 100.000 Einwohner. Dabei zeichnet sich ein eindeutiger Trend ab. So lag die absolute Zahl der Anzeigen vor einem Jahr noch bei etwa 243.000 und vor drei Jahren bei etwa 220.000. Beunruhigend ist zudem, dass laut Schätzungen der zuständigen Polizeibehörden die Quote der erwischten Schwarzfahrer nur im unteren einstelligen Prozentbereich liegt. Die Verluste, welche durch die restlichen etwa 95 Prozent der nicht erwischten Schwarzfahrer entstehen, belaufen sich laut Schätzungen von Experten auf rund 250 Millionen Euro pro Jahr.
Hier geht es zur vollständigen Studie.

Quelle: Reisen.de


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