+50€ Reisezuschuss für Ihre nächste Reise!   mehr Infos

Haben Sie Fragen? Hotline 01805 - 61 80 00 (8-23 Uhr) info

Ländertipp
18.01.2010
Weitersagen:

Baden wie die alten Römer

Rund um den Monte Amiata laden seit Jahrtausenden wohlige Thermalquellen zum Freibad mitten in der Natur. Dampfend stürzt der heiße Quellwasserstrahl aus einem schlichten Metallrohr in drei grob gehauene Felsbadewannen. Sind die gefüllt, ergießt sich das Nass zwei Meter tiefer in einen malerischen Badeteich, den hilfreiche Hände am kiesigen Ufer des Flusses Farma gegraben haben. Mächtige Kastanienbäume und eine zinnenbewehrte mittelalterliche Ruine komplettieren die stimmungsvolle Szene in dem einsamen Gebirgstal.

Heißer Geheimtipp: Petriolo
Mehr als Körperwärme, rund 40 Grad, hat das Thermalwasser beim südtoskanischen Ort Petriolo. Frei kommt es aus der Erde. Keine Absperrung, keine Eintrittskasse, keine Umkleidekabinen beeinträchtigen das märchenhafte Badeerlebnis. Wer jetzt, im Winterhalbjahr, dort stoppt, der muss das warme Wasser meist nur mit einigen Wohnmobilisten teilen.

Petriolo ist heute ein echter Geheimtipp. Auf ihrem Weg über den riesigen Viadukt der Superstrada von Siena nach Grosseto ahnen die wenigsten Autofahrer, dass tief unten im Talgrund die warmen Schwefelwasser plätschern. Im Mittelalter war das kleine Dorf dagegen die beliebteste Thermalanstalt der ganzen Toskana. Die drei großen Viereckswannen, in denen um 1450 Papst Pius II. zu kuren pflegte, sind noch zu bewundern.

Erloschener Vulkan mit Heilkraft
Petriolo ist keineswegs das einzige Thermalbad der Toskana: Überall spritzen und dampfen heiße Wasser aus der Erde. Der Grund dafür erhebt sich breit und mächtig am Horizont. Es ist der Monte Amiata. Als Vulkan längst erloschen, hat er noch genügend Kraft, das Mineralwasser zu heizen und den heilbringenden Schwefel aus dem Boden zu lösen. Die Mischung ist ideal gegen Rheuma und Arthritis - oder einfach nur so zum Wohlsein - Benessere, wie die Italiener statt Wellness sagen.
Vollmondbad in Saturnia
Bereits zu einiger Berühmtheit gebracht hat es Saturnia eine Autostunde weiter südlich. Dort kaskadiert das heiße Wasser eines Thermalbachs über mehrere kreisrunde Naturbadewannen aus blendendweißem Kalk. Hohes Schilf wiegt sich an den Ufern sanft im Wind, gemeinsam mit einer verfallenen Mühle und viel Dampf entsteht eine Szenerie wie aus der Göttlichen Komödie.

Nasenmenschen mögen einwenden: Es stinkt. Das stimmt. Doch an den leicht fauligen Geruch des Schwefels gewöhnt man sich bald. Unvergesslich bleibt dagegen ein Vollbad im Winter, wenn der ganze Hang dampft. Das wissen freilich auch andere. Selbst mitten in der Nacht kommen Gäste für ein Vollmondbad. Wer es lieber luxuriös mag, der findet übrigens zwei Kilometer entfernt ein Wellnesshotel, dessen Badelandschaft auch als Day Spa besucht werden darf.

Angebot: Hotel Di Saturnia Terme Spa & Resort, 3 Tage ab 456 €

Wo schon die Römer und Etrukser schwitzten
Noch älter als Petriolo und Saturnia ist Bagno Vignoni, südlich von Siena über der Via Cassia gelegen. Schon Römer und Etrusker schwitzten in den bis zu 50 Grad heißen Quellen. Ein Ort wie aus dem Märchenbuch: Kaum 50 Einwohner leben dort; statt um einen Dorfplatz gruppieren sich die Häuser um das riesige viereckige Becken, aus dem es von Herbst bis Frühjahr wie aus einem Kochtopf dampft.
Wer ein Gratiswarmbad mit natürlichen Schlammpackungen sucht, der findet beides unmittelbar unterhalb des Ortes. Prosaischer, dafür mit Umkleiden und anderen Annehmlichkeiten versehen, ist das Thermalschwimmbad des angrenzenden Hotels Posta Marcucci. Und am Ortsrand ist vor ein paar Jahren auch die große Welt eingekehrt: Da hat ein Hotelier aus dem Südtiroler Grödnertal in den Zypressenhügeln von Bagno Vignoni eine Luxusdependance eröffnet.

Angebot: Hotel Adler Thermae Resort & Spa, 2 Tage ab 396 €

Die heißen Quellen von Bagni San Filippo
Badeanstalt und freies Planschen friedlich nebeneinander: Diese Wahl lassen dem Gast auch die Bagni San Filippo, nur ein paar Kilometer südlich am Fuß des Monte Amiata. Doch wer will schon in den frisch gekachelten Räumen schwimmen, wenn draußen am Wasserwunder in freier Natur die Badenden Lebensfreude versprühen?

Ganze Großfamilien samt Kleinkind und Oma rücken nach Feierabend an, um genussvoll ihre Zipperlein zu pflegen. Nostalgischer, ja verwunschener kann ein Badeplatz kaum mehr sein: Mitten im Wald hat sich eine haushohe, strahlend weiße Kaskade gebildet - wie ein gefrorener Wasserfall in den Bergen. Doch was wie Eiszapfen aussieht, ist reiner Kalk, und mündet in drei wohligwarme Naturbecken zwischen hohen Bäumen.
Quelle: SRT / Autor: Hans-Werner Rodrian
Foto: Bagni San Filippo



Reisen.de empfiehlt:
>alle Hotels Toskana, Elba und Umbrien

>alle Urlaubsangebote bei Reisen.de
>alle Flüge bei Reisen.de

Quelle:

Ein Kommentar
(
ray ban sunglasses sale (Gast) schrieb: gestern, 10:57 Uhr
ray ban sunglasses sale ray ban wayfarer ray ban sunglasses ray ban aviators ray ban wayfarer ray ban
Bitte einloggen, um den Artikel zu bewerten.

Dein Kommentar zum Artikel

ACHTUNG!: Sie sind nicht angemeldet. Ihr Beitrag wird unter einem Gast-Konto gespeichert!
Jetzt anmelden!



210


Captcha



  • Reiseveranstalter
  • Lastminute
  • Pauschalreisen
  • Urlaub
  • Hotelbewertung
  • Flüge

Ihre zuletzt angesehenen Hotels