Touren gibt es viele, alle buchbar an der Rezeption. Man sollte sich vielleicht auch mal die Zeit für eine 2-tägige Rundreise nehmen. Sehenswert sind der Black River und seine Krokodile, die YS-Falls, Dunn´s River Falls, Mayfield-Falls, Bamboo Avenue und Blue Mountains. Evtl. Kingston und Bob Marley´s Haus sowie ein altes englisches Gutshaus (Devon House).
Ausgehmöglichkeiten sind begrenzt aber vorhanden: Jungle-Disco, Open Air Reggae und Rick´s Cafe auf den Klippen.
Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, Handy funktioniert (wer braucht im Urlaub eigentlich ein Handy?).
Bezüglich des Wetters sei erwähnt, dass ab Anfang Mitte Mai die Regenzeit beginnt, jedoch Negril im Westen meisst kaum betroffen ist. zumindest so früh noch nicht. Die Wolken regnen sich meisst vorher ab. Allerdings ziehen ab ca. 12 oder 13 Uhr die Wolken auf und können die Sonne auch schon mal länger verdecken.
Als wohl nützlichsten Tipp kann man nur mitgeben immer locker zu bleiben. Ganz egal um was es geht. Niemals fordernd oder ärgerlich auftreten, das bewirkt das genaue Gegenteil und ist die sicherste Methode dir bis zum Abreisetag Feinde zu machen. Immer nach dem Motto der Jamaikaner handeln. Man kann es nicht oft genug betonen. "No problem" und "come soon" hört man am öftesten. Manchmal noch "I respect you so you respect me"!
Hotel
Gelegen am 12km langen Korallensandstrand von Negril bietet diese Anlage ausreichend Komfort. Zimmer sind genügend und vor allem in verschiedenen Kategorien vorhanden (Merril´s I Standard + II Superior). Allem Anschein nach wurde das Merril´s III in der Zwischenzeit geschlossen. Gebäude, Zimmer und Gartenanlage werden regelmässig mit jamaikanischer Gelassenheit und Ruhe gepflegt. Der Strand ist morgens von etwaigem Unrat befreit und sauber. Das Publikum selbst ist zumeist jung. In den Monaten April und Mai sind die meissten Hotelgäste aus Italien, daneben ein paar Amerikaner, Österreicher und Deutsche. Alles in allem ein angenehmes Publikum. Als Laie würde ich es als bedingt behindertengerecht bezeichnen, obwohl ein Aufenthalt mit Begleitung sicherlich kein Problem wäre. Zu meiner Bewertung der Atmosphäre sei erwähnt, dass es sich hier nicht um die Gäste oder das allgemeine Ambiente handelt, sondern vielmehr um eine spürbare Abnahme der Motivation unter den Mitarbeitern gegenüber meinem letzten Aufenthalt 2006.
Gewisse bauliche Mängel oder jamaikanischer Habitus im Sinne von "kommt schon" oder "no problem" und dann passiert trotzdem nichts sind kein Grund den Urlaub in dieser Anlage nicht anzutreten! Wichtig zu wissen, es handelt sich hier nicht um eine Hotelanlage im eigentlichen Sinne mit Animation, Pool und dem ganzen Müll.
Lage
Direkt am Strand liegt die Anlage ca. 10 Gehminuten von Negril entfernt. Ein grosser Markt bzw. Einkaufsmöglichkeiten liegen im Bereich von 5 Minuten. Das Alfred´s sowie das Bourbon Beach (Open Air Reggae) sind in direkter Umgebung und genau wie die Disco "Jungle" locker erreichbar. Über Ausflugmöglichkeiten informiert eine Pinnwand an der Rezeption und sollten auf jeden Fall genutzt werden. "Daddy Coo" wirds freuen! Als generelle Richtlinie für Taxis gilt ca. ein US-Dollar für einen Kilometer und die Preise werden vor der Fahrt verhandelt. Taxis mit rotem Nummernschild sollten in jedem Fall bevorzugt werden. Diese sind angemeldet und die Insassen versichert. Transferzeit nach Montego Bay ca. 1,5 Stunden.
Service
Siehe Atmosphäre! Die Motivation unter den Angestellten hat aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund sehr gelitten. Trotz allem gibt man sich immer noch Mühe. Der Check-in und -out läuft problemlos, die Zimmerreinigung ist tadellos. Alles andere wird sehr jamaikanisch behandelt, man darf also nicht auf sofortige Reaktionen hoffen. "Come soon" als Inbegriff jamaikanischer Lebensart beschreibt es ganz gut. Das ist aber nicht böse gemeint, die Menschen dort sind einfach so. Man darf nicht den Fehler machen und dies mit Faulheit, Respektlosigkeit oder gar Ignoranz gleichsetzen. Man kümmert sich, nur halt nicht gleich. Besser nochmal nachgehakt und immer locker bleiben. Das wird schon wieder - no problem!
Gastronomie
Gibts nicht viel zu erwähnen, ein Essensbereich direkt am Strand muss inkl. Bar reichen. Dieser ist sauber und gepflegt. Kleiderordnung gibts definitiv keine. Die Speissen selbst könnten manchmal besser sein sind jedoch ausreichend vorhanden und meiner Meinung ein wenig zu sehr dem amerikanschen Gaumen angepasst. Alles in allem ist es sehr schlicht gehalten und Trinkgelder können, müssen aber nicht gegeben werden. Gibt man sie ist der Service schlagartig verbessert! Da reicht umgerechnet schon ein US-Dollar am Abend - pro Tisch und nicht von jeder Person. Fängt man an zu "bestechen" gibts das Rundum-sorglos Paket für die Dauer des gesamten Aufenthaltes. All-in ist von 10 bis 22 Uhr und wird strikt eingehalten.
Sport & Unterhaltung
Liegestühle, ein kleiner Pool und ein paar kleinere Kajaks zum Paddeln müssen reichen. Der anspruchsvolle Gast ist hier sowieso falsch aufgehoben, was hier zählt ist sich selbst zu beschäftigen. Wer das nicht kann tut mir eh leid, sorry. Jetski und Parasailing sind gegen Bezahlung möglich. Verkäufer tümmeln sich genug am Strand, ebenso für Massagen, Früchte, Lobster und was weiss ich noch alles. Ein bestimmtes aber freundliches "No, thank you" wird in jedem Fall akzeptiert und man kann danach zum lockeren Small-talk übergehen. Mit den Jamaikanern kein Problem und auch ohne weitere Hintergedanken.
Zimmer
Alles was man braucht um dort zu schlafen und sich zu pflegen. Wer sich tagsüber dort aufhält hat eh einen an der Klatsche. Wie gesagt, anspruchsvollere Gäste sind hier falsch. Dennoch sind Sat-TV und Klimaanlage Standard. Der Sanitärbereich eines jeden Zimmer ist stets sauber. Die Superiorzimmer verfügen über 2 grosse Betten, TV, Klima, Beistelltisch, Schrank mit Safe (Zylinder gegen Gebühr) Spiegel und Kommode, Schuhregal, Tisch und zwei Stühle sowie einen Balkon ebenfalls mit Tisch und Stühlen. Auf einen Föhn wartet man vergebens. Gibts nich!