Best Luperon Beach Resort & Best Tropical:
Erfahrungsbericht von
Susi +Patrick am
08.06.2010
Nun ja...
Als Columbus zuerst sein Schiff auf eine Sandbank und sodann seinen Fuß erstmals hier auf vermeintlich indischen, in Wirklichkeit aber amerikanischen Boden setze, stand dieses Hotel vermutlich bereits und vermittelte einen eher trostlosen Eindruck. Columbus jedenfalls zog rasch weiter.
Spass beiseite, hier die Fakten: Veraltete Anlage, einige der ca 25 Häuser sind unbewohnbare Bauruinen. Wenn
einigen Katalogen von einer im Jahr 2003 eröffneten Anlage die Rede ist, so ist dies eine faustdicke Lüge. Weder der Zustand noch die Einrichtung ensprechen heutigen Standards.
Zimmereinrichtung abgewohnt,, mit viel Farbe werden zwar die Fassaden, nicht aber die Innenwände der Häuser bzw Gästezimmer instand gehalten. Einrichtung von Bars, Disco, Speiseraum und Buffet stammt aus den frühen achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Bei stärkerem Regen, also fast täglich, tropft es stark durch die Dächer in diversen Gemeinschaftsräumen, auch im Speiseraum.
Betten bestehen (zumindest in den allermeisten Zimmern)aus gemauerten Blöcken (ca. 160 x 200 cm) mit beinharter Matratze drüber. Duschkopf mit kurzen Rohrstück dran löste sich und flog aus der Wand, Wasser spritzte waagerecht aus der Wand quer durchs Bad. Für die Benutzung eines uralten primitiven Safes im Zimmer wurden stolze 16 € pro Woche extra verlangt. Die Minibar im Zimmer ist ein ordinärer
kleiner Haushaltskühlschrank.
Alle Kaltgetränke - auch die lieblos zusammengeschütteten sog. Cocktails -werden in kleinen dünnen Plastikbechern ausgegeben, serviert wird nur in Ausnahmefällen.
Zwischen 24.00 und o2.00 Uhr sind (nur kalte) Getränke nur noch in der Disco erhältlich. Dort gibt es auch noch Hamburger etc frisch vom Holzofengrill.
Speisenangebot außerhalb der Hauptmahlzeiten dürftig. Ansonsten reichhaltiges Speisenangebot, auch frische Grillgerichte, mehrmals pro Woche auch seafood.
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Animaton (ausgenommen die Tanzdarbietungen) einfallslos und großteils auf unterstem Niveau.
Publikum überwiegend amerikanisch, kanadisch, english (ohne die upper class). Trotzdem sind englische oder spanische Sprachkenntnisse nicht unbedingt erforderlich, um allles zu bekommen, was das Hotel zu bieten hat.
Das Hotel liegt viel zu weit abseits von jeder touristischen Infrastruktur, die Taxikosten in touristisch erschlossene Gegenden oder größere Städte sind exorbitant, die von der Reiseletung angebotenen Ausflüge überteuert. Angeblich ist es möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln jeden Ort der Insel zu erreichen. Ob man damit jemals zum Hotel zurückkommt blieb offen.
Handy-Verbindung wenn überhaupt dann instabil, außerhalb der Anlage nur geringfügig besser. TV Empfang (Deutsche Welle) nicht störungsfrei.
Anreise erfolgte mit Condor ab Frankfurt über Samana, also Zwischenlandung und ca 1 Stunde zusätzlichen Aufenthalt im Flieger bei der Hinreise einkalkulieren! Die ca 100 € Aufpreis /Strecke für die sog.Premium Economy Class dürften besonders für großgewachsene Leute gut angelegt sein.
110 V Wechselspannung, Adapter werden benötigt
Die kleine Tauchbasis im Hotel verfügt über ein einziges ca 6 m langes offenes Boot mit Außenbordmotor.
die ca 8 Spots sind fast alle in Sichtweite des Hotels und bieten keinerlei Highlights. Fisch ist Mangelware, Korallen eintönig, zum Teil zerstört. Tauchzeit ist auf 45 min.limitiert.
Sandstrand wenig gepflegt, wegen Korallenblöcken und zahlreichen Seeigeln aber zum Schwimmen ungeeignet. Starker Wellengang und die Vegetation am Strand ließen ein "Karibik-Feeling" nicht aufkommen. Zahlreiche Souvenirhändler im Strandbereich.
Das schlimmste Manko aber, das sich auch durch wiederholte Beanstandung nicht abstellen ließ, ist die permanente und allgegenwärtige Belästigung durch Time-Sharing Agenten des RCI , die unablässig jeden Gast auch mehrmals täglich ansprechen, egal wo man sich aufhält.
Trotzdem, das Haus hat offensichtlich viele Stammgäste, was seinen Grund darin haben dürfte, dass dasPersonal ausgesprochen freundlich ist, ohne sich zu sehr anzubiedern. Die sehr schönen Grünanlagen werden gepflegt, die Gemeinschaftsräume und Toiletten (ausgenommen die stinkende, pappige Disco) werden ständig gereinigt und auch die Pools sind in ordentlichem Zustand.
Fazit: Nichts für Taucher und nichts für Leute, die ihren Urlaub nicht nur in einer Hotelanlage verbringen wollen. Wem eine entspannte Atmosphäre wichtiger ist als der heute übliche Hotelstandard (woher die 4 bis 5 Sterne stammen sollen, mit der sich diese zu einem erheblichen Teil doch sehr marode Anlage schmückt, muß offen bleiben), der bekommt für einen moderaten Preis eine moderate Gesamtleistung. Gehobene Ansprüche aber werden hier nicht erfüllt.
Bewertung:
2.81 von
5