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Tourismus
23.09.2011
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Wandern im geheimnisvollen Harz


Steinerne Mausefallen, riesige Felsenfiguren, heidnische Hexentreppen und eine Höhle für frühzeitliche Einhörner sollen im Harz verborgen sein. Nirgendwo sonst in Deutschland findet man so viele rätselhafte Orte wie in diesem geheimnisvollen Gebirge. Jetzt lädt der Herbst zu schaurig-schönen Wanderungen ein. Wir stellen fünf magische Kultstätten vor.

Geheimnisvolle Hexentreppe
Nur wenige Sonnenstrahlen dringen durch den dunklen Fichtenwald, durch den sich die "Hexentreppe", ein Pfad aus breiten Felsbrocken, auf den breiten Buckel des Wurmbergs schlängelt. Auf den steilen Stufen erreichen Wanderer den Gipfel des 971 Meter hohen Berges. Der flache Gipfel des Wurmbergs wurde einst von Menschenhand eingeebnet - eine heidnische Kultstätte aus riesigen Granitblöcken soll hier frühzeitlich errichtet worden sein.

Heute sind nur noch Reste der Steinanlagen zu erkennen. Waren dort keltische Druiden oder Schamanen am Werk? Lag dort einst ein Hexentanzplatz? Oder wurden Treppe und Wallanlagen erst im 19. Jahrhundert durch einen Förster aus Braunlage errichtet? Hartnäckig hält sich die Legende über eine alte heidnische Kultanlage - und wirklich: Ein wenig geheimnisvoll mutet der Felsensteig über die Hexentreppe tatsächlich an.

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Rätselhafte Felsformationen
Nicht weniger rätselhaft sind die mysteriös geformten Felsen der Kästeklippen. Griesgrämig blickt dort das Felsengesicht, der "Alte vom Berge", hinunter ins Okertal. Wie kommt dieser eigentümliche Charakterkopf in diese Felsengruppe?

Wer von der Okertalsperre den schmalen Pfad bergauf gestiegen ist, kommt an wunderlichen Felsformationen vorbei und staunt über die kurios aufeinander getürmten Felsen der "Mausefalle". Ein riesiger Felsbrocken stützt sich auf einen fragilen Stein und droht bei der geringsten Berührung mit viel Getöse herunterzufallen - die Mausefalle schnappt zu.

Wurden diese Felsformationen wirklich von der Natur in Millionen Jahren gebildet oder war dies ein Spielplatz von Riesen? Bei einer Tour durch die Kästeklippen bezweifeln Wanderer nicht, dass die Granitfelsen in früheren Zeiten Plätze für kultische Handlungen waren. Wer heute einen Ort zur Stärkung braucht, der ist bei einer deftigen Brotzeit in der urigen Waldgaststätte Kästehaus willkommen.

Magische Menhire
Wäre Obelix einst durch die Wälder des Harz gestreift, hätte er dort prächtige Hinkelsteine gefunden. Zum Beispiel den majestätischen vier Meter hohen Menhir aus Quarzit von Benzingerode. Der Felsen wird auf etwa 4.000 bis 5.000 Jahre geschätzt und steht an der alten B6 nach Wernigerode.

Zwei weitere Megalith-Steine wurden in unmittelbarer Nähe nach dem Ausbau der Bundesstraße neu aufgerichtet. Mehr als zwei Meter ragt der Heimburger Menhir aus der Erde, und über einen Feldweg gelangt man jenseits der neuen B6 zum Derenburger Menhir. Der Sage nach sollen die drei Megalithen einst von Riesen im Wettbewerb um die Gunst eines Bauernmädchens im Felsen-Weitwurf hierher geschleudert worden sein - möglicherweise dienten die Menhire den Menschen der Frühzeit jedoch einst als Kalender oder Kultplatz.
Mystische Steinkirche
Viele Sagen und Legenden ranken sich auch um die Scharzfelder Steinkirche. Heilige, Eremiten und weise Frauen sollen hier im Mittelalter wundertätig gelebt haben. Rentierjäger, die die Höhlenkirche vor mehr als 10.000 Jahren nutzten, hinterließen die ältesten Spuren.

Zu erreichen ist die geheimnisvolle Kirche oberhalb von Scharzfeld auf einem steilen, etwa 300 Meter langen Fußweg. Noch heute verzaubert die Steinkirche, die von alten knorrigen Bäumen umgeben ist, viele Menschen, wie die abgebrannten Kerzen und Räucherstäbchen ahnen lassen. Und tatsächlich: Wer sich eine Weile im Innern der Kirche aufhält, der kann die Magie dieses uralten Kraftortes spüren.

Sagenhafte Einhorn-Höhle
Mystisches findet sich im Harz nicht nur über der Erde, sondern auch darunter. Geradezu märchenhaft muten die Sagen und Geschichten über die Einhorn-Höhle an. Hier soll einst das wundersame Fabeltier gelebt haben.

Als Kultstätte wurde die Höhle bei Scharzfeld vermutlich schon vor vielen Jahrhunderten genutzt. Lange waren Forscher überzeugt, tatsächlich sagenumwobene Einhörner in dem Höhlenlabyrinth gefunden zu haben, bevor sich im 17. Jahrhundert die Erkenntnis breit machte, dass die Fundknochen von Höhlenbären stammten. Heute können Besucher die Einhorn-Höhle bis Ende Oktober besuchen und erleben bei einer geführten Höhlen-Exkursion den Zauber längst vergangener Zeiten.

Quelle: SRT / Autor: Sybille Boolakee; Foto: Detlef Tront/Nationalpark Harz, Wernigerode (Scharzfelder Steinkirche)


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